Gemeindewappen
Die beiden Siedlungen Unterkulm und Oberkulm liegen so nahe beieinander, dass sie naturgemäss seit Bestehen einen geschlossenen Lebensraum bildeten (Kirche, einheitliches Zehntterritorium bis nach 1500, gemeinsame Schule bis 1658/59, Gerichtsbarkeit, Armenwesen).
Die Verselbständigung der beiden Ortschaften erfolgte in kleinen Schritten.
Der Zeitpunkt, an welchem sich Unterkulm und Oberkulm rechtlich zu zwei politisch eigenständigen Gemeinden konstituierten, lässt sich nicht feststellen; er dürfte aber in die Periode einzuordnen sein, da die Berner nach der Eroberung des Aargaus die Verwaltung ihres Untertanengebietes straff organisierten. Eine besondere Bedeutung ist dabei dem Zwingbrief (Marchbeschreibung) von Oberkulm aus dem Jahre 1536 beizumessen.
Nach der Gründung des Kantons Aargau im Jahre 1803 führten sowohl der damals neue Bezirk Kulm als auch die Gemeinden Unterkulm und Oberkulm das gleiche Wappen, und zwar — wohl in Anlehnung an die Aargauerfarben — einen schwarz-weiss-blau geteilten, d.h. waagrecht strukturierten Schild.
Im Hinblick auf die 150-Jahr-Feier des Kantons Aargau im Jahre 1953 wurde Oberkulm von der kantonalen Wappenkommission veranlasst, sich ein eigenes Wappen zuzulegen. Im neuen Wappen ist der Schild von Schwarz, Weiss und Blau gespalten, d.h. senkrecht strukturiert.